Franziska Ohlendorf beraet seit Jahren Kleinunternehmen beim Aufbau von Verpflegungskonzepten. Wir haben sie gefragt, was Betriebe vor dem ersten Auftrag wirklich wissen muessen.
Wie unterscheidet sich ein mobiler Kochservice von klassischem Catering?
Der groesste Unterschied liegt in der Zubereitung vor Ort. Beim klassischen Catering kommt das Essen fertig angeliefert. Mobile Kochservices bringen Herd, Zubehnr und Zutaten mit und kochen direkt beim Kunden. Das klingt attraktiv, bedeutet aber: mehr Platzbedarf, mehr Vorbereitungszeit und hoehere Anforderungen an die Raeumlichkeiten.
Was kostet das realistisch fuer ein kleines Unternehmen?
Fuer ein Firmenevent mit 20 bis 30 Personen liegen die Preise je nach Region zwischen 35 und 65 Euro pro Person. Dazu kommen oft Anfahrtspauschalen ab 50 Kilometer, Auf- und Abbauzeiten, die manchmal extra berechnet werden, sowie Mindestabnahmen. Wer nur ein Mal im Jahr ein solches Event plant, sollte diese Posten genau durchrechnen.
Welche Fehler sehen Sie bei Erstbuchungen haeufig?
Viele Betriebe unterschaetzen den Koordinationsaufwand. Der Anbieter braucht Informationen zu Strom- und Wasseranschluessen, Kuehlmoeglichkeiten und Platzmassen. Wer das erst am Veranstaltungstag klaert, riskiert Verzoegerungen oder Qualitaetseinbussen. Ein kurzes Vorgespraech mit einer Checkliste spart spaeter viel Aerger.
Wann empfehlen Sie dieses Modell nicht?
Bei sehr engen Zeitfenstern oder Raeumen unter 40 Quadratmetern wird es schwierig. Ausserdem: Wenn das Budget unter 25 Euro pro Person liegt, sind die Erwartungen an Frische und Qualitaet oft nicht erfuellbar. Ehrlichkeit beim Briefing hilft beiden Seiten.